Pufferspeicher: Auf die Wärmedämmung kommt es an

Im Pufferspeicher wird das erwärmte Wasser vorrätig gehalten, das dann nach und nach an den verschiedenen Stellen im Haus entnommen wird. Das Wasser im Pufferspeicher hat in der Regel eine höhere Temperatur als die Umgebung. Nach den Gesetzen der Physik gibt die Wärmequelle, also der Pufferspeicher, ihre Wärme kontinuierlich an die Umgebung ab – ein Wärmeverlust, den es zu minimieren gilt, denn der geht nicht nur ins Geld, sondern ist auch nicht ökologisch. Der Spartipp: Wärmedämmung. Die Wärmedämmung eines Pufferspeichers, ist von so großer Bedeutung, weil man die Energie möglichst  dauerhaft speichern möchte.

Wärmeverlust

Physikalisch gesehen  geht die Energie nicht verloren. Die Wärme, die das heiße Wasser im Pufferspeicher an die (meist kühlere) Umgebung im Heizraum abgibt, verteilt sich lediglich in der Umgebung.  Eine Energierechnung, die im Übrigen nur  zum Tragen kommt, wenn das Haus vom Dach bis zur Bodenplatte entsprechend gedämmt ist. Doch ein aufgeheizter Heizungsraum heizt den Rest des Hauses auch nicht gleichmäßig bis unters Dach. Die Wärme verteilt sich unkontrolliert und heizt Räume, die ein Aufheizen gar nicht nötig haben.  Vermeiden Sie solche Wärmeverluste – ganz einfach mit einer strikten und hochwertigen Dämmung des Pufferspeichers.

Bereitschaftsverlust

Unter Bereitschaftsverlusten eines Speichers versteht man die Energieverluste, während das Gerät in Betrieb ist (Auch Stillstandsverluste oder Standby-Verbrauch genannt). Beim Warmwasserspeicher handelt es sich dabei nicht nur um elektrische Energie, sondern auch um Wärmeenergie. Wie hoch ist der Wärmeverlust den so ein Pufferspeicher typischerweise hat? „Auch ein gut gedämmter Speicher mit zum Beispiel 400 Litern Volumen täglich mehr als eine Kilowattstunde an Wärme. (Selbst bei Verwendung einer dicken Dämmschicht gibt es wesentliche Wärmeverluste vor allem am oberen Anschlussstutzen, der eine Wärmebrücke darstellt.) Bei elektrischer Nachheizung entsteht so allein schon wegen der Wärmeverluste ein Stromverbrauch, welcher mehr als dem von zwei modernen Kühlschränken entspricht. Bei älteren Speichern ist die Wärmedämmung häufig ungenügend, vor allem im Bereich von Zu- und Ableitungen, so dass die Verluste noch wesentlich höher werden.“ Die Angabe des Bereitschaftsverlustes eines Warmwasserspeichers ist demzufolge maßgeblich für oder wider die Entscheidung zum Kauf desselben. Es wäre wünschenswert, stünde die Größe offensichtlich zur Verfügung.

Optimale Dämmung

Zu einem guten Dämmkonzept für einen Pufferspeicher gehört deshalb nicht nur, dass die Wände, Boden und Decke des Wasserspeichers an sich gut gegen unerwünschten Wärmeverlust isoliert sind, sondern auch, dass Rohre, Anschlüsse und Hydraulik entsprechend wärmeverlustarm eingebunden sind. Rohre beispielsweise sollten im Standby nicht warm werden. Zum Dämmen von Warmwasserspeichern haben sich Dämmstoffe aus Kunststoff bewährt. Man nutzt hier:
– Weichschaum und Hartschaum aus Polyurethan (PU),
– Melamin (Harzschaum)
– EPP
– EPS.
In Sachen Dämmung gilt: Je dicker die Dämmschicht, desto besser ihre Wirkung. Aber: Die Wärmeleitfähigkeit der einzelnen Dämmstoffe ist wichtig und bei den hier genannten recht unterschiedlich. Sie sagt etwas über die Wärmemenge (in Wattsekunde, kurz: Ws) aus, die in einer Sekunde (s) durch eine einen Meter (m) dicke Stoffschicht der Fläche ein Quadratmeter (m2) fließt, wenn der Temperaturunterschied 1 Kelvin (K) ist. Die ungekürzte Einheit ist also Wattsekunde mal Meter pro Quadratmeter, Kelvin und Sekunde.  Die Wärmeleitfähigkeit von PU-Weichschaum um bis zu knapp 60 Prozent, die von PU-Hartschaum und Melamin um bis zu 10 Prozent und die von EPP um bis zu 25 Prozent größer als die von EPS. Eine Aluminiumfolie vermindere demnach den Strahlungsaustausch zwischen der Speicherwandung und der Dämmung.

Nachträgliche Dämmung des Pufferspeichers

Viele isolierten ihre  Warmwasserspeicher selbst. Dazu bedienen sich viele,  genau der Dämmmethoden, die man von der Sanierung des Daches oder der Außenhaut des Hauses kennt: Da werden Schüttdämmungen mit losen Dämmstoffen wie Zelluloseflocken oder Granulaten (Steinwolle, Perlit oder EPS) ebenso angewandt wie das „Verpacken“ mit Styropor & Co (starre Platten oder flexible Bahnen). Doch auch wenn viele offensichtlich selbst Hand anlegen, weil sie mit einer zusätzlichen Dämmung des Wasserspeichers die Wärmeverluste verringern wollen – das ist eine Sache, die handwerkliches Geschick und fachliches Know-how erfordert. Daher sollte man diese Aufgabe einem Dämmexperten überlassen.

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